KUNSTRAUM NEUREUT E.V.
         KUNSTRAUM NEUREUT E.V.          

Malerei von Monika Bartsch und Stefan W. Kunze in Lammsaal

Ortsvorsteher Jürgen Stober eröffnete am 14. Mai 2011 die diesjährige Ausstellungsreihe des Kunstraums Neureut. Er und die zahlreichen Besucher der Vernissage waren sichtlich beeindruckt von der Gegenüberstellung der Gestalten von Monika Bartsch und den Landschaften Stefan W. Kunzes. Die thematischen Unterschiede sind unverkennbar, in der Maltechnik zeigen sich jedoch viele Parallelen, wenn auch die Arbeiten Kunzes zunächst geheimnisvoller erscheinen mögen als die im intuitiven Prozess des Farbauftrags entstandenen Porträts und Figurengruppen seiner Kollegin. In einem aufschlussreichen Künstlergespräch erläuterten die beiden Maler ihre Ziele und Arbeitsweise. Sie sind der beginnenden Moderne verpflichtet, gingen aber nicht den Weg in die totale Abstraktion und können gerade deshalb Perspektiven eröffnen.

Zur „Finissage“ am Sonntagabend lasen Franziska Joachim, Walter Bernotat, Eveline von Pfeil und Waltraud Kirsten, alle Autoren der Karlsruher Literatenrunde, den Bildern angemessene Texte im Geiste eines magischen Realismus. Momoreska gab der Lesung mit ihren ansprechenden fixierten Improvisationen auf der Querflöte einen gebührlichen musikalischen Rahmen.

 

 

 

Malerei und Fotografie im Spannungsfeld

Ortsvorsteher Jürgen Stober eröffnete am 17. September im Lammsaal eine spannungsreiche Ausstellung mit Fotografie von Klaus Eppele und Malerei von Annette Preuss und Dietmar Israel. Der Maler und die Malerin gehören verschiedenen Generationen an, unterscheiden sich in ihren Formaten und Maltechniken und erzeugen nicht dieselben Stimmungen. Beide stehen aber in der Tradition der zeitgenössischen Kunst, die sich bei allem Experimentieren wieder der Figur nähert. Klaus Eppele zeigte im Lammsaal Waldimpressionen, die als Fortsetzung der Malerei mit fotografischen Mitteln erscheinen mögen, so dass der mysteriöse Titel „1+2=1“ zu keinen Exerzitien über Glaubenssätze führen muss, wie Gesa Nolte, die Kuratorin der Ausstellung, in ihrer sachkundigen Einführung deutlich machte. Detlef Becker begleitete die Vernissage musikalisch und trug wesentlich zum Gelingen des Abends bei.

 

 

Sichtbares und Anhörbares im Milchhäusle

Die diesjährige Ausstellungsreihe im Milchhäusle schloss am vergangenen Wochenende mit Malerei von Christa Kress, Collagen von Franz Scherer und Eisenskulpturen von Elmar Interschick. Ortsvorsteher Jürgen Stober eröffnete die Ausstellung am 14. 10. 2011 und würdigte die langjährige Arbeit des Kunstraums Neureut und das beachtliche Niveau der Veranstaltungen im Lammsaal und im Alten Milchhäusle. Frieder Kohlenberger stellte das Motto „Sichtbar – unsichtbar - einfach Kunst“ in die Tradition der platonischen Ideenlehre und zeigte an einzelnen Arbeiten im Raum, wie Künstler und Betrachter sichtbaren Zeichen fast zwanghaft „tiefere“ Bedeutungen zuschreiben. Interschicks Figuren sind Gefäße mit Köpfen, die sich wortwörtlich den Sinneseindrücken öffnen. Die vornehmen und präzis konstruierten Collagen Franz Scherers könnten von einer geschaffenen Ordnung zeugen. Christa Kress verarbeitet verschiedenste Erlebnisse zu dynamischen, stark abstrahierenden Kompositionen, die sie selbst häufig von musikalischen Themen und Prinzipien geprägt sieht. Die Vernissage wurde von Helmut Dinkel mit Improvisationen am Saxophon begleitet. Es ist zu hoffen, dass dem Kunstraum noch viele weitere anspruchsvolle Veranstaltungen gelingen werden.

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